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Die Arbeitsgruppe „Elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge“, bestehend aus Vertretern der Landesregierung, der gesetzlichen Krankenkassen, der Kommunen sowie der Kassenärztlichen und der

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Das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)" enthält einen Fahrplan für die Einführung einer

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In Rheinland-Pfalz läuft seit März ein Modellprojekt zum elektronischen Medikationsplan. Patienten und Träger sind zufrieden.

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Elektronische Gesundheitskarte

Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und dem Aufbau der Telematikinfrastruktur wird der sichere Austausch medizinischer Daten im Interesse der Patientinnen und Patienten ermöglicht. Doch was soll die neue Gesundheitskarte im Detail können? Welche Daten werden auf meiner Gesundheitskarte gespeichert? Und wie unterstützt die Karte Ärztinnen und Ärzte bei ihrer Arbeit?
Warum brauche ich eine neue elektronische Gesundheitskarte?
Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) dient der Verbesserung der Versorgung der Patientinnen und Patienten. Die Qualität der medizinischen Behandlung hängt auch davon ab, ob die Ärztin oder der Arzt alle notwendigen medizinischen Informationen erhält. Mit der eGK und der Telematikinfrastruktur, das im Gesundheitswesen aufgebaut wird, können Daten in Zukunft elektronisch sicher und schnell einem Behandler zur Verfügung gestellt werden. Die Ausgabe der eGK ist dafür der erste Schritt. Sie ist der Schlüssel für einen praktikablen und sicheren Austausch von medizinischen Daten. Ziel ist es, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern, die Rolle der Patienten zu stärken und dabei auch Kosten zu senken.
Wie und wann erhalte ich meine elektronische Gesundheitskarte?
Die gesetzlichen Krankenkassen geben seit Oktober 2011 eGKs aus. Bis Ende 2012 werden rund 50 Millionen gesetzlich Versicherte eine neue eGK erhalten. Für einen Übergangszeitraum sind sowohl Krankenversichertenkarten als auch eGKs im Umlauf.
Warum muss ich ein Lichtbild an meine Krankenkasse senden?

Anders als die Krankenversichertenkarte (KVK) hat die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ein Lichtbild auf der Vorderseite. Ausnahmen gibt es lediglich für Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr und für Versicherte, die bei der Erstellung des Lichtbildes nicht mitwirken können, wie z. B. pflegebedürftige, immobile Patientinnen und Patienten.

Das Lichtbild hilft, Verwechslungen zu vermeiden und die missbräuchliche Inanspruchnahme von Leistungen einzudämmen. Das Lichtbild trägt somit dazu bei, Kosten zu sparen. Die Krankenkassen schreiben ihre Versicherten an und bitten sie, ein Lichtbild zur Verfügung zu stellen. Bei vielen Krankenkassen kann das Lichtbild direkt online hochgeladen werden. Einige Krankenkassen bieten ihren Versicherten auch Möglichkeiten in der Geschäftstelle an, um das Lichtbild zu erstellen.

Was kann die neue Gesundheitskarte?

Aufbau eGK - Rückseite

Viele Beteiligte und unterschiedliche Anforderungen an die eGK und die Telematikinfrastruktur machen die Einführung der eGK sehr komplex. Daher werden die Anwendungen schrittweise eingeführt. Zunächst werden administrative Daten der Versicherten, z. B. Name, Geburtsdatum und Anschrift sowie Angaben zur Krankenversicherung, wie die Krankenversichertennummer und der Versichertenstatus (Mitglied, Familienversicherter oder Rentner) gespeichert. Neu im Vergleich zur KVK ist die Angabe zum Geschlecht. Damit sollen neben der Aufnahme des Lichtbildes zusätzlich Verwechslungen vermieden werden. Die Rückseite der eGK kann für die „Europäische Krankenversicherungskarte“ verwendet werden und macht eine unbürokratische Behandlung innerhalb Europas möglich.

Was ändert sich beim Arztbesuch?
Für die Patientinnen und Patienten ändert sich beim Arztbesuch zunächst nichts. Die eGK wird genauso eingelesen, wie die Krankenversichertenkarte (KVK). Damit das reibungslos gelingt, wurden Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser mit modernen Kartenlesegeräten ausgestattet, die von den Krankenkassen finanziert wurden. Diese Kartenterminals können sowohl die KVK als auch die neue eGK lesen.
Drei gute Gründe für die eGK
  • Bessere Qualität der medizinischen Versorgung durch bessere Information
  • Mehr Datenschutz und Selbstbestimmung für die Patienten
  • Mehr Effizienz und weniger Bürokratie

Alt und neu im Vergleich

Die elektronische Gesundheitskarte bietet mehr Sicherheit und Komfort
Quelle: gematik
Quelle: gematik

Elektronischer Heilberufsausweis

Mit zukünftigen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wird der elektronische Heilberufsausweis (HBA) erforderlich. Ohne den HBA können dann Funktionen der eGK nicht genutzt werden. Der HBA ist somit die „Eintrittskarte in die Telematikinfrastruktur“ des Gesundheitswesens.

Der HBA ist ein personenbezogener Sichtausweis im Scheckkartenformat, der mit einem Lichtbild versehen ist. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich um einen HBA gemäß dem Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) und den Heilberufs- und Kammergesetzen der Länder. Der § 291 a Abs. 5 SGB V verpflichtet alle Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten beim „Zugriff auf Daten … der elektronischen Gesundheitskarte“ zum Einsatz eines „elektronischen Heilberufsausweises“. Folglich werden alle Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten, die Patienten im Geltungsbereich des SGB V behandeln, zukünftig einen HBA einsetzen müssen, den sie über ihre jeweilige Kammer erhalten.

Damit auch die Angehörigen von nichtverkammerten Gesundheitsberufen (z. B. Physiotherapeuten, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Hebammen, Geburtshelfer, MTA, PTA, Rettungsassistenten usw.) im Gesundheitswesen den notwendigen Zugang zur Telematikinfrastruktur des Gesundheitswesens und den auf der eGK gespeicherten medizinischen Informationen (z. B. Notfalldaten) haben, hat die 80. Gesundheitsministerkonferenz am 4. und 5. Juli 2007 einen Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines elektronischen Gesundheitsberuferegisters für nicht verkammerte Berufe (eGBR) zur Herausgabe von Heilberuf- und Berufausweisen gefasst. Demnach soll ein länderübergreifendes eGBR auf dem Gesundheitscampus in Bochum eingerichtet werden, welches die Ausgabe der Heilberufs- und Berufsausweise übernimmt.

Wesentliches Element des HBA ist ein Mikroprozessorchip der neuesten Generation mit folgenden Funktionen:

  • Authentifikation (elektronische Identitätsprüfung gegenüber technischer Systeme),
  • qualifizierte elektronische Signatur (im Sinne des Signaturgesetzes – SigG) und
  • Ver-/Entschlüsselung.

Damit können Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten zukünftig auf die Patientendaten der eGK zugreifen, elektronische Dokumente rechtsgültig signieren und für den Versand über Datenleitungen sicher ver- und entschlüsseln. Erst mit dem HBA werden Telematikanwendungen wie z. B. das Notfalldatenmanagement, die sichere Kommunikation zwischen Leistungserbringern und die Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung, bundesweit möglich.

Komponenten

im Basis-Rollout und bei weiteren Einführungsschritten

Basis-Rollout

Ausblick

Quelle: gematik
Quelle: gematik

Zulassungsschema der gematik

Quelle: gematik

Übersicht der erteilten Zulassungen und Bestätigungen

Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) steuert gemäß dem gesetzlichen Auftrag Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der eGK.

Auf Ihrer Webseite stellt die gematik eine Übersicht der aktuell bestehenden Zulassungen und Bestätigungen der zentralen und dezentralen Komponenten bereit.

zur Zulassungsübersicht der gematik

Weitere Anwendungen in Vorbereitung

Neben der Bereistellung der Basis-Telematikinfrastruktur und der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) wurden von den Spitzenverbänden der Leistungserbringer und Kostenträger zunächst fünf Anwendungen beschlossen, die sich zurzeit in der Vorbereitungsphase befinden. Die Einführung erfolgt dabei in 2 Stufen:

Online-Rollout (Stufe 1)

Versichertenstammdaten online prüfen / aktualisieren (VSDM)
Mit dieser Anwendung kann eine elektronische Gesundheitskarte im Zusammenspiel mit dem jeweiligen kassenseitig bereitgestellten Versichertenstammdatendienst der Krankenkasse des Versicherten automatisch online auf Gültigkeit geprüft, ggf. aktualisiert oder auch gesperrt werden. Ohne Mitwirkung des Praxispersonals. Ein Austausch der Karte – zum Beispiel bei Adress- oder Statusänderungen – ist dann nicht mehr notwendig.
Basisdienst für die Nutzung der qualifizierten elektronischen Signatur (QES)
  • Erstellen qualifiziert signierter Dokumente durch Leistungserbringer
  • Prüfung qualifiziert signierter Dokumente durch Leistungserbringer
Anbindung Bestandsnetzte
Unterstützung bestehender Anwendungen und Netze der Leistungserbringer an den Beispielen Zugriff auf Dienste im Internet über abgesicherte Internetverbindungen (zum Beispiel KZV-Portal-Zugriff für Zahnärzte und weitere Portale der Leistungserbringerorganisationen) und Bereitstellung eines Sicherheitsgateways zur Anbindung des Sicheren Netzes der KVen.

Online-Rollout (Stufe 2)

Notfalldatenmanagement (NFDM)

Auf freiwilliger Basis können Versicherte notfallrelevante Informationen speichern lassen z. B. über bestehende Medikationen, Allergien, Arzneimittelunverträglichkeiten, aber auch Informationen zu Schwangerschaft, Implantaten usw. Die Anschrift des behandelnden Arztes kann ebenso gespeichert werden wie die Kontaktdaten der im Notfall zu verständigenden Angehörigen. Im Notfall können diese Informationen von Ärzten bzw. Rettungsassistenten auch ohne Mitwirkung der Patienten gelesen werden. Es ist darüber hinaus vorgesehen – auf Wunsch der Patienten – auch einen Hinweis auf das Vorhandensein einer Patientenverfügung und / oder einer Organspendeerklärung aufzunehmen.

Sichere Kommunikation zwischen Leistungserbringern, z. B. Ärzten (KOM-LE)

Einführung einer sicheren Kommunikation zwischen Ärzten. Heute wird vorwiegend der Postweg genutzt. Das führt zum einen dazu, dass einem mitbehandelnden Arzt wichtige Informationen nicht immer zeitnah zur Verfügung stehen. Zum anderen muss ein Arztbrief später in der Praxis digitalisiert werden, damit die Daten in der Praxis-Software zur Verfügung stehen. Durch die Einführung der sicheren Kommunikation können Befunde auf elektronischem Wege rechtsverbindlich im Zusamenhang mit der QES, sicher und kompatibel zwischen Ärzten verschickt werden.

Migration von Gesundheitsdatendiensten in die Telematikinfrastruktur am Beispiel der elektronischen Fallakte (eFA)
Die Öffnung der Telematikinfrastruktur für Gesundheitsdatendienste hat das Ziel, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern. Die hierzu als erste Anwendung vorgesehene elektronische Fallakte ermöglicht eine einrichtungsübergreifende Behandlungsdokumentation zu einem Patienten, wenn mehrere Einrichtungen oder Ärztinnen und Ärzte gemeinsam fallbezogen in die Behandlung eines Patienten eingebunden sind.
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)
Auf freiwilliger Basis können alle Medikationsdaten, Arzneimittelverordnungsdaten und Therapievorschlagsdaten sowie nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel für einen Patienten dokumentiert werden. Der behandelnde Arzt bzw. der Apotheker erhalten so einen Überblick über die Arzneimittel, die der Patient einnimmt. Das Risiko, dass Medikamente verschrieben oder verkauft werden, die Wechselwirkungen zu anderen eingenommenen Arzneimitteln haben, wird so verringert.

Teilnehmer

Durch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und des elektronischen Heilberufsausweises eröffnen sich für alle Beteiligten im Gesundheitswesen neue Chancen. Die neue eGK wird ein Höchstmaß an Datenschutz bieten. Den Beteiligten bieten sich verschiedene Vorteile:

Versicherte

Durch eine Verbesserung der Datenlage wird durch die eGK eine erheblich höhere Arzneimitteltherapiesicherheit erreicht. Es entsteht eine Verbesserung der Versorgungsqualität, da wichtige Daten wie der Gesundheitsstatus, z. B. Impfstatus, Allergien, chronische Krankheiten oder Vorsorgeuntersuchungen, jederzeit der Ärztin und dem Arzt vorliegen.

Ärzte und Apotheker

Durch die eGK erhalten die Behandler aktuelle Informationen zu der Krankengeschichte des Versicherten, Notfalldaten oder dem Zuzahlungsstatus. Die Daten liegen dem Arzt direkt vor und die Kommunikation wird erheblich erleichtert.

Neben der Bereistellung der Basis-Telematikinfrastruktur und der qualifizierten elektronischen Signatur wurden von den Spitzenverbänden der Leistungserbringer und Kostenträger zunächst fünf Anwendungen beschlossen, die sich zurzeit in der Vorbereitungsphase befinden.

Kostenträger

Durch das Foto und den aktuellen Versichertenstatus wird die Missbrauchmöglichkeit der eGK verringert, durch weniger Aufwand, wie bei der Europäischen Krankenverischerungskarte oder durch das Online-Prüfen und -Aktualisieren der Versichertenstammdaten, werden Verwaltungskosten eingespart.

Projektbüro

als Ansprechpartner vor Ort

Am 3. September 2007 startete der Feldtest als Vorbereitung zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Testregion Trier. Das Projektbüro der Arbeitsgemeinschaft elektronische Gesundheitskarte / Heilberufsausweis Rheinland-Pfalz, mit Sitz in der Balduinstraße 10-14 in 54290 Trier, versteht sich als die dezentrale Service-Einrichtung in der Testregion Trier.

Das Projektbüro ist nicht nur Leitstelle des Projekts, sondern auch Ansprechstelle für die Zielgruppen, Öffentlichkeit, Medien usw. und stellt das Koordinationszentrum zwischen der gematik und der Testregion dar.

Durch das Projektbüro soll gewährleistet werden, dass entsprechende Kenntnisse und Ergebnisse unter den Projektbeteiligten ausgetauscht werden. Es ist die regionale Steuerungszentrale zur Durchführung der Tests und der weiteren Erprobung der eGK.

Testregion Nordwest

Die drei ARGEn der Testregion Nordwest und die gematik sind vertraglich verbunden und arbeiten eng zusammen.
Das stellt die regionale Nähe zur Erprobung des Online-Rollouts (Stufe 1) sicher. Der aktive Kommunikationsfluss zwischen allen Akteuren – auch auf regionaler Ebene – trägt maßgeblich dazu bei, die Praxisnähe des Projekts zu gewährleisten.
Die Projektbüros unterstützen mit ihrer langjährigen Erfahrung kompetent den Ablauf der Erprobung und die Einführung der Telematikinfrastruktur. Sie verbinden die Region mit der Bundesebene.
Darüber hinaus pflegen die Projektbüros den gemeinsamen Internetauftritt der Testregion Nordwest und informieren die Öffentlichkeit und regionale Medien über den aktuellen Projektstand und Einsatzszenarien der elektronischen Gesundheitskarte. Sie organisieren Akzeptanzmaßnahmen in den Regionen und werden Vorführsysteme präsentieren, regionale Beiräte und „runde Tische“ einrichten.

zum Internetauftritt der Testregion Nordwest

Kontakt

Projektbüro Gesundheitskarte Rheinland-Pfalz
℅ Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz
Balduinstraße 10-14
54290 Trier

Tel.: +49 651 4603 – 122
Fax: +49 651 4603 – 161

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Datenschutzerklärung

Geltungsbereich

Diese Datenschutzerklärung klärt Nutzer über die Art, den Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch den verantwortlichen Anbieter, ARGE eGK/HBA Rheinland-Pfalz, ℅ Kassenärztliche Vereinigung RLP, Balduinstraße 10-14, 54290 Trier, E-Mail: projektbuero@gesundheitskarte-rlp.de, Tel.: +49 651 4603 – 122, auf dieser Website (im folgenden “Angebot”) auf.

Die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes finden sich im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dem Telemediengesetz (TMG).

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