eGK-Basis-Rollout startet in Nordrhein

Erstmals wird es ein Foto des Versicherten auf der Karte geben und die Daten, wie etwa die Adresse, können jederzeit auf der Karte aktualisiert werden, ohne diese austauschen zu müssen.
 
Weiterhin getestet wird unter anderem auch das elektronische Rezept. Das papierlose Rezept werde gut von Ärzten und Versicherten angenommen, sagt Till Moysies, wenngleich er zugeben muss, dass das E-Rezept nicht "der große Wurf" sei, weil es dem Patienten egal sein dürfte, ob er mit einem Papier-Rezept oder der Gesundheitskarte zur Apotheke gehe. Moysies ist der Projektleiter für den Test der elektronischen Gesundheitskarte in Trier.
 

Wenn voraussichtlich im Sommer in Nordrhein-Westfalen als erstem Bundesland die elektronische Gesundheitskarte an die Versicherten ausgegeben wird, wird es das elektronische Rezept vorerst nicht geben. Auch sonst hat die Karte vorerst keinen Zusatznutzen für Ärzte und Patienten. Es geht jetzt erst einmal darum, die Telematikinfrastruktur, also die Netzwerke zu bauen. Das bringt zunächst keinen Nutzen, so lange keine Mehrwert-Anwendungen laufen.

Erst im zweiten Schritt soll der elektronische Arztbrief eingeführt werden, Diagnosen können dann verschlüsselt gespeichert und von befugten Ärzten abgerufen werden.


Quellen:

  • "Plastik-Karte ohne besonderen Nutzen", Trierischer Volksfreund, 05.03.2009.
  • Grafik: Copyright © 2007 gematik - Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH. Alle Rechte vorbehalten.
© 2012 Gesundheitskarte Rheinland-Pfalz. Alle Rechte vorbehalten.