Versicherte
Teilnehmen an dem Testverfahren können alle Versicherten, die bei den teilnehmenden Ärzten behandelt werden. Der Versicherte kann sich bei seiner Krankenversicherung melden und bekommt dann seine elektronische Gesundheitskarte zugesandt.
Der Ablauf ist dann denkbar einfach. Der Versicherte legt z.B. beim Arztbesuch seine elektronische Gesundheitskarte vor. Über ein Kartenlesegerät muss die Karte des Versicherten und gleichzeitig der elektronischer Heilberufsausweis des Arztes eingelesen werden. Erst jetzt hat der Arzt Zugriff auf die Daten. Die Krankenversicherung stellt die Basisdaten der Versicherten zur Verfügung, somit verfügt der Behandler immer über den aktuelle Datenbestand. Auf die medizinischen Daten haben die Krankenversicherungen keinen Zugriff.
Die sichtbaren Angaben auf der elektronischen Gesundheitskarte sind:
- Name und Vorname des Versicherten
- Name der Krankenversicherung
- Krankenversichertennummer
- Lichtbild des Versicherten
- Unterschrift des Versicherten
- das Wort eGK in Blindenschrift
- auf der Rückseite die European Health Insurance Card
Diese Angaben sind auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert:
- Name und Vorname des Versicherten
- Geburtsdatum
- Geschlecht
- Anschrift
- Krankenversichertennummer
- Bezeichnung der Krankenversicherung, einschließlich eines Kennzeichens der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung
- Versichertenstatus
- Zuzahlungsstatus
- Beginn des Versichertenschutzes und ggfs. eine Befristung
Angaben, die zu einem späteren Zeitpunkt nach Einwilligung
durch den Patienten, gespeichert werden:
- Notfallinformationen, wie chronische Krankheiten, Allergien und individuelle Risiken
- elektronische Patientenakte, wie Diagnosen, Operationen, Röntgenbilder, Untersuchungsergebnisse
- elektronischer Arztbrief, hier hat der Arzt die Möglichkeit der elektronischen Mitteilung an einen anderen Behandler
- elektronische Patientenquittung, hier soll der Patient über die vom Arzt erbrachten Leistungen informiert werden
- eigene Angaben des Patienten, wie Patientenverfügung
Vom 03.09.2007 bis 30.06.2009 testeten 27 Ärzte, 16 Apotheken, 2 Krankenhäuser und 7.831 Versicherte bei 7 Krankenkassen die eGK in Trier.
Zudem konnten vom 24.11.2008 bis August 2010 die Online-Aktualisierung der Versicherten-Stammdaten innerhalb des Forschungs- und Entwicklungsprojektes ProOnline-VSDD und der Pre-Test R2A erfolgreich durchgeführt werden.